
Die Yamswurzel, Dioscorea villosa oder Diosgenin
Die wilde Yams ist weltweit in tropischen oder gemässigten Gebieten verbreitet. Der Wirkstoff, das Diosgenin ist in seiner Molekularstruktur dem Progesteron ähnlich. Das Progesteron ist ein Hormon, das in der 2. Zyklushälfte der Frau seine Aufgaben hat, und in der Schwangerschaft. Darüberhinaus spielt Progesteron eine Rolle für das Gehirn, es kann stimmungsaufhellende Wirkung haben, es spielt eine Rolle beim Stoffwechsel, hat also Einfluss auf die Schilddrüse. Darüberhinaus kann Progesteron als Gegenspieler des Insulins einen günstigen Einfluss auf die Gewichtsregulierung haben. Es kann auch stresslösend wirken.
Nun kommen wir zum Diosgenin: ich zitiere hier einen Auszug aus einer Veröffentlichung einer österreichischen wissenschaftlichen Arbeit:
„Der in der Knolle enthaltene Wirkstoff Diosgenin, ein Saponin, das dem körpereigenen Hormon Progesteron ähnelt, findet in der Naturheilkunde Anwendung. Wie Progesteron unterstützt und harmonisiert Diosgenin die körpereigene Hormonbalance. Der Gattungsname der Yamsgewächse Dioscorea geht auf den griechischen Arzt Dioskurides zurück. Da die Herstellung des synthetischen Progesterons aus der Vorstufe Diosgenin erfolgt, wird seit langem diskutiert, ob dieser Umwandlungsprozess auch im menschlichen Organismus stattfindet. Die positiven Effekte auf die Hormonbalance aus der therapeutischen Erfahrung und Ergebnisse von Tierversuchen sprechen allerdings zunehmend dafür. So konnten bei Ratten die Effekte einer Ovariektomie durch Diosgeninsubstitution ausgeglichen werden. Dies betrifft das Nierengewebe (1), die Nebennieren (2) sowie das Knochengewebe (3). In vivo konnte ein positiver Effekt bei glukortikoidinduzierter Osteoporose festgestellt werden (14). Zudem kann Diosgenin an Rezetoren gebundenes Östradiol verdrängen (4) und dadurch – wie die bekannten Phytohormone – eine östrogenmodulierende Wirkung ausüben. Der erfolgreiche Einsatz von Yams in der Erfahrungsheilkunde kann offenbar auch durch andere Eigenschaften des Diosgenins erklärt werden. So verbessert Diosgenin die antigenspezifische IgG2a- und IFN-Expression und fördert dadurch die Abwehrfähigkeiten (5). Einige In-vitro- und In-vivo-Studien befassen sich mit der antikanzerogenen Wirkung von Diosgenin. Diosgenin hat eine hemmende Wirkung auf hepatische Tumorzellen (6) und unterbindet die Proliferation von Tumorzellen (7). Dies wurde auch für Leukämiezellen demonstriert, bei denen Diosgenin die Zellvermehrung blockiert und Apoptosis induziert (8). Über die Öffnung der Ca2+-Kanäle in den Nervenmembranen beeinflusst Diosgenin den Calciumeinfluss in die Nervenzellen und kann dadurch die neuralen Aktivitäten modulieren (9). Neben der hormonellen Steuerung könnten die positiven Effekte von Yams auch über die neuralen Systeme verlaufen. Yamswurzel und ihre Inhaltsstoffe könnten auch für die Behandlung von erhöhten Cholesterinwerten in einem ganzheitlichen Therapiekonzept von Interesse sein. Im Tierversuch zeigt Diosgenin signifikante therapeutische und präventive Effekte bei Hypercholesterinämie (10) (11). Bei östrogeninduzierter Hypercholesterinämie kann Diosgenin ebenfalls den Cholesterinspiegel senken. Dies geschieht über eine gesteigerte Produktion von Gallensäuren, die wiederum mit der hormonellen Balance im Zusammenhang zu stehen scheint (12). Neben einer Verbesserung des Lipidprofils konnte zudem eine Erhöhung des antioxidativen Status durch Diosgeningaben bewirkt werden (13). Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Nebenwirkungen bekannt. Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Kontraindikationen bekannt. Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine relevanten Wechselwirkungen bekannt.“
Für diejenigen, die Verständnis-Schwierigkeiten haben: Diosgenin wirkt günstig bei Osteoporose, bewirkt auch einen Östrogenanstieg, Immunsystem-anregend, und dadurch auch ein Schutz vor der Ausbildung von Tumorzellen, Nervenzellaufbauend, Cholesterinsenkend, verhindert die Verbreitung von „schlechten Fetten“ in den Zellen.
Ich unterstütze schon seit vielen Jahren mit Yamswurzelcreme oder Gel Frauen mit schmerzhafter Regel und in den Wechseljahren sehr erfolgreich. Ich empfehle die Gabe transdermal, d.h. über die Haut, am Besten Auftragen auf der Innenseite der Unterarme. Das ist deswegen sinnvoll, weil Hormone, auch das Progesteron, über die Leber abgebaut werden. Gibt man es über die Haut, geht es direkt ins Blut und damit dann schnell an Ort und Stelle.