Ein „vergessenes“, früher oft angewandtes Herzglykosid ist Strophantus. Strophantin, der Wirkstoff der Strophantus-Samen, leistet bei funktionellen und nervös bedingten Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen und leichten Formen der Herzinsuffizienz gute Dienste. War es lange Zeit ein weit verbreitetes pflanzliches Arzneimittel, wird es heute überwiegend homöopathisch eingesetzt, da es als Urtinktur schwer zu dosieren ist. Strophantin verlangsamt den Herzschlag und stärkt die Herzkraft. In den letzten Jahren ist das Interesse der Wissenschaft an Strophanthin wieder etwas gestiegen, da Studien darauf hinweisen, dass Strophanthin bei zahlreichen Prozessen im Körper eine Rolle spielt. So wird z.B. diskutiert, ob Strophanthin u.a. einen Effekt auf das Gehirn, bei Alzheimer, Schädel-Hirn-Traumata oder Schlaganfällen hat.