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Sogenannte „Supplements“ oder „Nahrungsergänzungsmittel“, sinnvoll oder nicht?


Ja, warum widme ich diesem Thema jetzt Zeit und Energie?….Weil hier – meiner Meinung nach – viel schief läuft, weil die Industrie, die diese Mittel herstellt sehr mächtig ist und Aufklärung rar ist. Leider ist in der Schulmedizin dafür wenig Zeit, die Menschen aufzuklären, daher trage ich hier jetzt mal einige Fakten zusammen:

Zunächst mal: diese Mittel gelten NICHT als Medikamente, sondern als Nahrungsmittel. Und zwar egal, wo Sie sie kaufen, auch aus der Apotheke sind es KEINE Medikamente!

Und: es gibt nur 2 Gründe, die einen sinnvollen Einsatz solcher Mittel rechtfertigen: Wenn ein nachgewiesener Mangel vorliegt oder in bestimmten Lebenssituationen: zum Beispiel in der Schwangerschaft oder wenn ein alter Mensch bettlägerig ist. Ansonsten ist die Einnahme solcher Mittel mit Vorsicht zu genießen, ganz egal – auch wenn der Hersteller schwört, daß alles ganz natürlich und Bio und und und ist….ich glaube so etwas eigentlich nie. Wenn man nach Studien fragt, gibt es nie welche, denn die Gewinnspanne ist am Größten, wenn diese Mittel im Labor zusammengemixt werden.

BITTE – bevor sie zu solchen Mitteln greifen, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker, denn man KANN ÜBERDOSIEREN, und das kann richtig gefährlich werden. Oder der, der einnimmt hat eine Erkrankung, die eine Einnahme kontraindiziert.

Hier einige Infos:

Natrium: Überdosierung kann zu starkem Durst, Erbrechen, Muskelzittern, Verwirrtheit, Schwindel und in schweren Fällen zu Koma, Herzversagen oder Tod führen, in kleineren Mengen das Risiko für Bluthochdruck oder Herz-Kreislauferkrankungen bewirken. Menschen, die solche Erkrankungen bereits haben, sollten die Finger davon lassen. Man sollte auch wissen, daß Natrium Wasser an sich bindet und damit Wasseransammlungen im Körper (Ödeme) fördert. Menschen, die bereits an so etwas leiden, auch Finger davon lassen.

Kalium: Überdosierung kann zu Muskelschwäche, Lähmungen und Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand führen. Die Überschreitung der Kaliumzufuhr ist meist nur mit Kaliumpräparaten oder bei Nierenproblemen möglich, da der Körper überschüssiges Kalium aus der Nahrung normalerweise ausscheidet. Symptome können auch Magen-Darm-Beschwerden sein.

Magnesium: Überdosierung kann zu Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit, Schwindel, Blutdruckabfall, Muskelschwäche, Atembeschwerden und Herzrhythmusstörungen führen. In sehr schweren Fällen sind sogar Bewusstseinsstörungen und Herzstillstand möglich.

Vitamin D: Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durst und Muskelschwäche können verursacht werden. In schweren Fällen können Herzrhythmusstörungen, Nierenschäden, Verwirrung und Bewusstlosigkeit auftreten. Die Überdosierung entsteht meist durch die Einnahme extrem hoher Dosen von Vitamin-D-Präparaten, da der Körper Vitamin D speichert.

ß-Carotin: erhöhtes Krebsrisiko

Vitamin A: Kopfschmerzen und Ausschlag

Vitamin C und Selen: hier ein Auszug einer wissenschaftlichen Arbeit:

Nutzen nicht nachgewiesen – im Gegenteil

Studien haben untersucht, ob antioxidative Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich helfen, länger zu leben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen meist täglich und zum Teil über viele Jahre ein oder mehrere Antioxidantien ein. Sie führten ihrem Körper so wesentlich höhere Mengen dieser Stoffe zu als über eine normale, ausgewogene Ernährung.

Die Forschungsergebnisse widerlegten die Vermutung, dass antioxidative Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, länger zu leben. Im Gegenteil: Die Auswertung der Studien zeigte, dass die Einnahme von Vitamin A, E und Betacarotin das Leben eher verkürzt. Allerdings ging aus den Studien nicht genau hervor, woran die Menschen starben – die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass die Stoffe das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Aufgrund dieser Ergebnisse verlangt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zum Beispiel von allen Herstellern von Vitaminpräparaten, die Beimischung von Karotinen zu begrenzen. Selen und Vitamin C erhöhten die Sterblichkeit nicht. Es gab aber auch keine Belege, dass sie vor einem früheren Tod schützen.

Antioxidantien beugen Krankheiten nicht vor

Die Mittel verlängern also nicht das Leben – aber machen sie trotzdem gesünder? Studien haben nicht nur die Sterblichkeit untersucht, sondern auch, ob Nahrungsergänzungsmittel vor Erkrankungen schützen. Sie fanden keine ausreichenden Belege, dass die Mittel das Risiko für Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Infektionen senken. Sie zeigten auch, dass Vitamin C entgegen der verbreiteten Annahme Erkältungen nicht vorbeugen kann….

Ich könnte die Liste endlos weiterführen…. Zusammenfassend möchte ich Sie/Euch zum Nachdenken anregen. Bitte erstmal beim Arzt 1-2x jährlich Blut abnehmen lassen und Mineralstoffe, Spurenelemente, etc. bestimmen lassen. Wenn kein Mangel vorliegt, BRAUCHEN SIE KEINE NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL!!! Wenn ein Mangel vorliegt, bitte am Besten mit auf Pflanzen basierten Produkten arbeiten. Es gibt z.B. ein Eisenpräparat, das nachgewiesenermassen aus Pflanzen und Wurzeln hergestellt wird. Es ist auch ein Saft, den man trinkt, keine Tablette. Bevor sie auf eigene Verantwortung Präparate einnehmen wollen, fragen Sie wenigstens nach Studien, die ihnen zeigen, aus welchen Substanzen die Präparate hergestellt werden. Doch im Labor? Dann Finger weg davon.

Das allerbeste ist eine Ernährung, die ausgewogen ist und frisch. Keine fertigen Lebensmittel. Und abwechslungsreich! Dann brauchen Sie diese Sachen eh nicht. Und: interessant ist, daß die Einnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen über Lebensmittel nicht überdosiert werden kann, der Körper scheidet Überschüssiges einfach aus.